IGT e.V.

Interdisziplinäres Gestalttraining. Hamburg. Berlin. Wuppertal.

Struktur und Methodik

Die Ausbildung dauert mindestens drei Jahre und wird durch ein viertes Jahr (Supervision, Praktikum, s. u.) ergänzt. Kernstück der Ausbildung sind Gruppentreffen auf drei- bis fünftägigen Workshops und die Arbeit in regionalen Kleingruppen (Peergroups).

Der zeitliche Aufwand liegt bei jährlich ca. 200 Stunden mit Trainerinnen und Trainern, die in Workshop-Form (23 Tage verteilt auf ca. 9 Workshops) absolviert werden, zusätzlich 50 Stunden in Gruppentreffen (ohne Trainer).

Die Workshops werden so geplant, dass sie im Abstand von ein bis zwei Monaten über Wochenenden in einem von der Ausbildungsgruppe selbst gewählten Tagungshaus stattfinden. In der Regel arbeitet auf jedem Workshop ein Trainer-Paar (d.h. eine Frau und ein Mann) zusammen. Die Ausbildung ist grundlegend erfahrungsorientiert. Die TeilnehmerInnen lernen zuerst, was Therapie für sie selbst bedeutet. Sie machen Erfahrungen mit verschiedenen TherapeutInnen. In späteren Schritten wenden sie ihre eigenen Erfahrungen in der Arbeit mit anderen an. Die theoretische Vermittlung von Grundkonzepten der Gestalttherapie, allgemeine Therapietheorie, relevante Persönlichkeitstheorien und Theorien der therapeutischen Prozesse werden in das Programm integriert.

Workshops geleitet von TrainerInnen

Durch die unterschiedlichen TrainerInnen haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit vielfältige Arbeitsstile innerhalb der Gestalttherapie kennen zu lernen. Theoretische Ergänzungen beschreiben die therapeutischen Prozesse und Strategien. Der gemeinsame Aufenthalt in einem Tagungshaus ermöglicht eine intensive und umfassende Lern- und Lebenserfahrung. 

Intergroupworkshops

Einmal pro Ausbildungsjahr findet ein 5tägiger Workshop mit allen laufenden Gruppen und dem gesamten Trainerteam des IGT gemeinsam statt.

Peergruppen

Die Ausbildungsteilnehmerlnnen bilden und leiten regionale Peergruppen (ca. 3-5 Personen), die sich mindestens zweimal im Monat treffen mit dem Ziel, die Lernerfahrung der Workshops kontinuierlich fortzuführen, die therapeutische Arbeit miteinander zu üben und Theoriethemen zu bearbeiten.

Gruppentreffen

Die Ausbildungsgruppe führt zwischen den Workshops eigenverantwortlich Treffen durch. Hier werden organisatorische Angelegenheiten diskutiert und beschlossen. Durchzuführende Aufgaben werden an die einzelnen TeilnehmerInnen verteilt. Zusätzlich führt die Ausbildungsgruppe einen Workshop pro Ausbildungsjahr eigenverantwortlich ohne TrainerInnen durch. Dadurch werden Bewusstheit und Verantwortungsgefühl für die sich entwickelnde professionelle gestaltpädagogische und/oder psychotherapeutische Tätigkeit unterstützt.

Praktika mit Supervision

Unter Supervision der Trainerlnnen arbeiten die Ausbildungsteilnehmerlnnen ab dem 2. Ausbildungsjahr mit ModellklientInnen, die zu speziellen Workshops von den Ausbildungsteilnehmerlnnen eingeladen werden.

Hinweis: Das Training ist darauf ausgerichtet, ein hohes Maß an persönlicher und fachlicher Kompetenz im Rahmen der Gestalttherapie zu entwickeln. Die Absolvierung der Ausbildung/Weiterbildung berechtigt jedoch nicht zur selbstständigen Ausübung von Psychotherapie im Sinne des Gesetzes. Diese ist in der Berufsordnung für Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten und im Heilpraktikergesetz geregelt.

Lesen Sie mehr ĂĽber das erste Ausbildungsjahr.