IGT ev. - Interdisziplinäres Gestalt Training

Struktur und Inhalt der Ausbildung oder Weiterbildung

Die Ausbildung dauert mindestens drei Jahre und wird durch ein viertes Jahr (Supervision, Praktikum, s. u.) ergänzt. Kernstück der Ausbildung sind Gruppentreffen auf drei- bis fünftägigen Workshops und die Arbeit in regionalen Kleingruppen. Der zeitliche Aufwand liegt bei jährlich ca. 240 Unterrichtseinheiten mit Trainerinnen und Trainern, die in Workshop-Form absolviert werden, zusätzlich 120 Stunden in Gruppentreffen (ohne Trainer). Die Workshops werden so geplant, dass sie im Abstand von ein bis zwei Monaten über Wochenenden in einem von der Ausbildungsgruppe selbst gewählten Tagungshaus stattfinden. In der Regel arbeitet auf jedem Workshop ein Trainer-Paar (d.h. eine Frau und ein Mann) zusammen. Die Ausbildung ist grundlegend erfahrungsorientiert. Die TeilnehmerInnen lernen zuerst, was Therapie für sie selbst bedeutet. Sie machen Erfahrungen mit verschiedenen TherapeutInnen. In späteren Schritten wenden sie ihre eigenen Erfahrungen in der Arbeit mit anderen an. Die theoretische Vermittlung von Grundkonzepten der Gestalttherapie, allgemeine Therapietheorie, relevante Persönlichkeitstheorien und Theorien der therapeutischen Prozesse werden in das Programm integriert.

Workshops geleitet von TrainerInnen

Durch die unterschiedlichen TrainerInnen haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit vielfältige Arbeitsstile innerhalb der Gestalttherapie kennen zu lernen. Theoretische Ergänzungen beschreiben die therapeutischen Prozesse und Strategien. Der gemeinsame Aufenthalt in einem Tagungshaus ermöglicht eine intensive und umfassende Lern- und Lebenserfahrung.

Peergruppen

Die Ausbildungsteilnehmerlnnen bilden und leiten regionale Peergruppen (ca. 3-5 Personen), die sich mindestens zweimal im Monat treffen mit dem Ziel, die Lernerfahrung der Workshops kontinuierlich fortzuführen, die therapeutische Arbeit miteinander zu üben und spezielle Themen zu bearbeiten.

Kollektivtreffen

Das Ausbildungskollektiv führt zwischen den Workshops eigenverantwortlich Treffen durch. Hier werden organisa-torische Angelegenheiten diskutiert und beschlossen. Durchzuführende Aufgaben werden an die einzelnen TeilnehmerInnen verteilt. Zusätzlich führt das Kollektiv einen Workshop pro Ausbildungsjahr eigen-verantwortlich ohne TrainerInnen durch. Dadurch werden Bewußtheit und Verantwortungsgefühl für die sich entwickelnde professionelle psychotherapeutische Tätigkeit unterstützt.

Praktika mit Supervision

Unter Supervision der Trainerlnnen arbeiten die Ausbildungsteilnehmerlnnen ab dem 2. Ausbildungsjahr mit ModellklientInnen, die zu speziellen Workshops von den Ausbildungsteilnehmerlnnen eingeladen werden.