IGT ev. - Interdisziplinäres Gestalt Training

Das 2. Jahr

Inhaltliche Schwerpunkte sind die tiefergehende individuelle Therapie und das zunehmende Üben therapeutischer Interventionen der Teilnehmer untereinander. Therapeutische Prozesse werden detailliert und transparent von den Trainerlnnen dargestellt, demonstriert und anhand theoretischer Modelle der Gestalttherapie beschrieben. Theoretische Konzepte, philosophische und anthropologische Grundlagen werden vermittelt und von den Teilnehmerlnnen aufgearbeitet. Die eigenständige Bearbeitung von relevanter Literatur und spezifischen Themen wird gefördert. In der Regel sind die Teilnehmerlnnen nun bereit, sich selbst als Therapeutlnnen in der Gruppe auszuprobieren. Wichtiger Bestandteil des zweiten Jahres ist die supervidierte Arbeit der Teilnehmerlnnen in PTO-Gruppen (Patientin-Therapeutin Observer = Beobachterin) auf den Workshops und ihre Weiterführung in den Peergruppen.

Gestaltanalyse

Personenzentrierte Selbsterfahrung

  1. Arbeit an persönlichen Verhaltensmustern
  2. Sensibilisierung für eigene Konfliktmuster
  3. Intensivierung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  4. Analyse der Kontaktunterbrechung und bevorzugter Verhaltensmuster
  5. Skriptanalyse

Gruppenzentrierte Selbsterfahrung

  1. Entwicklungsphasen im Gruppenprozess
  2. Probleme von Untergruppenbildung u. Abgrenzung
  3. Analyse von neurotischen Beziehungsmustern in gruppendynamischen Spannungsfeldern

Theorie & Methodik

Theorie der Gestalttherapie

  1. Ethik in Gestalt- und Psychotherapie
  2. Theorie der therapeutischen Beziehung
  3. das Figur-Grund-Prinzip
  4. Kontakt und Kontaktgrenzen
  5. Funktion des Selbst
  6. gestalttherapeutische Prinzipien der Körperarbeit
  7. das Konzept der Vermeidung
  8. Indikation und Grenzen von Gestalttherapie

Methoden

  1. Einzel- und Gruppenarbeit
  2. Strukturierte Übungen aus der Gestalttherapie
  3. Offene Gestaltsitzung
  4. Rollenspiel
  5. Unterstützung, Konfrontation, Provokation und Frustration
  6. Imaginative Verfahren
  7. Einsatz kreativer Medien
  8. Bioenergetische und neoreichianische Methoden

Psychodiagnostik

  1. Psychodiagnostische Modelle und Methoden der Urteilsbildung
  2. klassische und gestalttherapeutische Psychopathologie
  3. Annamese und Erstkontakt
  4. Gestaltherapeutische Prozeßdiagnostik
  5. Grundbegriffe diagnostischer Zuordnung (Psychose, Borderline, Neurose, Somatisierungskonzepte)

Supervision

Einführung in verschiedene Supervisionsmodelle Kontrollierte Arbeit unter Supervision der AusbilderInnen

  1. als Klient
  2. als Therapeut
  3. als Beobachter

Fortlaufende Kleingrup-penarbeit mit Supervision der AusbilderInnen

  1. Einübung und Reflektion der erlernten Methoden
  2. Diskussion theoretischer und praktischer Probleme